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Samstag, Mai 27, 2006

Der Wallfahrtsort Maria Weissenstein - Pietralba - und seine weitere Geschichte - 1

Die 200-Jahrfeier der Gründung des Wallfahrtsortes

Zum zweihundertjährigen Jubiläum ließ der Prior P. Magnus M. Constantin die äußere Fassade der Kirche erneuern, indem er über dem Chor eine Kuppel errichten ließ, die von zwei kleinen Türmen flankiert war; er ließ auch die Orgel anschaffen und gleich hinter dem Chor wurde eine neue große Sakristei errichtet, die östlich durch einen langen Gang mit dem Kloster verbunden ist. Die Decke der Sakristei wurde vom Maler Valentino Rovisi aus der Schule des Tiepolo verziert und auf der Außenseite brachte der Dominikanerbruder Fr. Albert zwei Sonnenuhren an, die mit Chronogramm versehen wurden. In der Sakristei wurden vom Kunsttischler Fr. Gabriel M. Peer, Bruder aus dem Servitenorden, fünf Schränke eingebaut. Es wurde auch eine neue Kanzel in Stuckarbeit errichtet. Die kleine Statue der Gnadenmutter, der Mittelpunkt des Wallfahrtsortes, wurde in einem kostbaren, mit Gold, Silber und Edelsteinen verzierten Ostensiorium untergebracht und auf den Hochaltar gestellt.
Die innere Dekoration der Kirche wurde dem akademischen Maler Joseph Adam Ritter von Mölk anvertraut, der sie nach dem damaligen Geschmacke ausführte. Es wurden sehr viel Gold und viele Farben gebraucht und, um einen größeren Effekt zu erzielen, in den Bögen vier Spiegel angebracht. Die Kaiserin Maria Theresia, die zur Veschönernung des Wallfahrtsortes sehr viel gespendet hatte, wurde in der Hauptmalerei dargestellt, wie sie, vor der Gnadenmutter kniend, für einen ihrer kranken Söhne um Gnade fleht.
Die Gedächtnisfeier begann am Vorabend des Festes Mariä Himmelfahrt und endete am 24. August. Sehr groß war die Anzahl der Pilger und jeder von ihnen dachte noch lange an den erlebten Eindruck. Nennenwert sind dabei die Prediger des Servitenordens P. Bernhard M. Stecher, P. Hermenegildus M. Grinner und P. Zacharias M. Rathgeb. Des letzteren Predigt wurde im Jahre 1762 gedruckt und ist in der Bibliothek des Klosters aufbewahrt.

Die Aufhebung des Klosters

Der Wallfahrtsort bestand schon seit 234 Jahren und seit 69 hatten ihn die Serviten-Patres mit Eifer verwaltet. Nur Gott weiß, wieviele Gnaden in dieser Zeit auf Fürbitte der Schmerzensmutter den Gläubigen gewährt wurden. Große unglückliche Schwierigkeiten überfielen das Friedenswerk, das dort begonnen worden war. Unter der Regierung Josefs II. wurden viele Bruderschaften aufgelöst, viele Kirchen und Wallfahrtsorte geschlossen. Im Jahre 1785 wurde der bekannte Wallfahrtsort M. Waldrast aufgehoben und man zitterte in Weissenstein, dasselbe Los zu erleben. Wirklich traf am Morgen des 5. Juni 1787 die Aufhebungskommission ein.
Sie bestand aus den Herren Thaddäus Leis von Laimburg, Staatssekretär, aus Andreas von Ingram und Peter von Strobl, die vom Richter von Deutschofen Leo von Spreng begleitet waren. Sogleich wurden alle Miglieder des Klosters (9 Patres und 3 Brüder) im Speisesaal versammelt und es wurde ihnen der Erlaß des Kaisers über die Aufhebung des Klosters und der Kirche mit dem Verbot jeglicher religiösen Übung mitgeteilt. Acht Tage lang war die Kommission mit dem Inventar und der Schätzung der Güter beschäftigt und bei der Abfahrt wurden Geld, Silber, Kostbarkeiten und Kirchenparamente mitgeführt. Alle Güter von Weissenstein wurden für den Religionsfond beschlagnahmt und alles wurde versteigert. Johann Anton Gugler machte dabei das größte Angebot, und dieser Kauf wurde am 9. August 1788 von der Kofkanzlei bestätigt. Die Orgel wurde nach Verla in das Cembratal verkauft; die 14 Stationen des Kreuzwegs, von Karl Henrici aus Bozen, aber nach Villamontagna; die fünf Schränke der Sakreistei befinden sich in der Abtei Muri-Gries, Bozen; von den fünf Bildern des Speisesaales kamen vier in die Gemäldesammlung der Magnifica Comunità die Fiemme in Cavalese und eines in die Kirche von Pinzon.
Die kleine Wunderstatue der Pietà wurde am 13. Juli nachts nach Leifers in die Pfarrkirche gebracht.
Am 18. Juli 1787 verließen alle Patres mit gebrochenem Herzen ihr Kloster; nur der Prior P. Innozenz M. Freiherrr von Sternbach blieb einige Wochen lang, zuerst als Aushilfe des Curaten von Petersberg, dann vom Jahr 1789 bis 1793 als Verwalter jener Curatie; alsdann kam er als Seelsorger nach Algund, wo er, erst 45 jahre alt, im Jahre 1795 starb. Als letzter der 26 Prioren beschloß er sein Tagebuch mit folgendem Chronogramm:

FInItVr DIarIVM frtrIs InnoCentII InfeLICIs PrIorIs WeIssensteInII (1787)

= Hier endet das Tageuch des Fr. Innozenz, des unglücklichen Priors von Weissenstein.

Fortsetzung folgt

Weissenstein - Pietralba und seine Geschichte - die Erscheinungen der Gottesmutter

Mitten in einem wunderschönen und weiten Panorama der Alpen erhebt sich, fast wie eine natürliche Grenze zwischen Trient und Bozen, 1520 m. über dem Meeresspiegel, WEISSENSTEIN, von herrlichen Wäldern umgeben, eine Oase des Friedens.
Ungefähr um die Mitte des 16. Jahrhunderts wohnte auf der waldigen Anhöhe, wo heute der Wallfahrtsort Weissenstein liegt, ein Bauersmann namens Leonhard, der hier oben ein ausgedehntes Landgut besaß, welches eben Weissenstein genannt wurde. Diese Gegend gehört damals, wie auch heute noch, zur Gemeinde Deutschnofen. Leonhard wohnte mit seiner Familie in dieser weiten und prächtigen Einsamkeit und führte ein ehrenhaftes und tugendhaftes Leben. Dieser fromme und gerechte Mann wurde von großem Leid heimgesucht und so zu einem Gnadenkind der Gottesmutter. Es überfiel ihn nämlich eine schwere Geisteskrankheit und er stürzte in einen tiefen Abgrund, wo ihm die hl. Jungfrau erschien und ihm Heilung versprach, wenn er Ihr zu Ehren eine Kapelle errichten würe. Sie sagte zu ihm: "Damit du an meinem Versprechen nicht zweifelst, wirst du noch weitere neun Tage lang ohne Speise und Trank hier unten liegen. Am neunten Tage dann werden dich deine Familienangehörigen finden. Aber du vergiß meine Worte nicht!" Und so geschah es auch. Leonhard aber vergaß sein Vesprechen und es überfiel ihn abermals, stärker als vorher, die schreckliche Krankheit. Von da an sah man nachts immer am selben Orte ein Licht leuchten und niemand konnte sich das erklären. Leonhard aber erinnerte sich daran, wurde geheilt und ging gleich an die Arbeit. Beim Graben fander eine kleine Statue der Gottesmutter, welche die Pietà darstellte. Er dachte sofort an ein Zeichen des Himmels und nachdem er die Kapelle beendet hatte, stellte er die Statue dort auf, damit man sie verehren konnte. Es war wirklich ein Zeichen des Himmels: die seligste Jungfrau tat durch immer mehr Gnaden die große Güte und Barmherzigkeit ihres leidvollen Herzens kund. Man schrieb das Jahr 1553.
Die sich rasch verbreitende Nachricht dieser Ereignisse führte sogleich viele Neugierige und auch Fromme herbei, die vor der Statue der schmerzensreichen Mutter, welche Gnaden und besondere Gunst verleih, niederknieten und sie verehrten. Leonhard überließ die Pflege der Äcker seinen Söhnen und widmete sich ausschießlich der Erhaltung der Kapelle. Er starb reich an Verdiensten im Jahre 1557. Seine irdische Hülle ruht auf dem Friedhof von Petersberg, wo ihm auch ein einfaches Denkmal errichtet wurde.
Die kirchlichen Behörden überprüften lange (1629-1658) und gründlich die Tatsachen und bewiesen unter dem Fürstbischof Karl Emanuel von Madruz den wunderbaren Ursprung des Wallfahrtsortes. Der immer größere Andrang von Pilgern erforderte schon im Jahre 1561 die Errichtung einer größeren Kapelle neben der von Leonhard erbauten, im Jahre 1638 wurde schließlich die heutige Kirche begonnen, die 1654 beendet und am 1. Juni 1673 vom Fürstbischof Sigismund Alphons von Thun geweiht wurde.
Anfangs wurde der Wallfahrtsort der Pfarrei Deutschnofen anvertraut, aber bald erforderte der Zustrom von Pilgern und Frommen einen ständig ansäßigen Priester. Im Jahre 1651 wurde durch besondere Großzügigkeit der gräflichen Familie Khuen ein Benefizium errichtet. Es folgten zehn Benefiziaten aufeinander, deren letzter Valerio Sommavilla war, der dreißig Jahre hindurch für die Verschönerung und Entwicklung des Wallfahrtsortes arbeitete.
Bald reichte die Arbeit eines einzigen Priestes auch nicht mehr aus und deshalb entschloß man sich, die Aufsicht des Wallfahrtsortes einem Orden zu übergeben. Da der Wallfahrsort der Schmerzensjungfrau gewidmet ist, dachte man gleich an den Orden der Serviten, dessen Hauptziel die Verbreitung der Andacht an die Leiden Mariens ist. Dieses Vorhaben hatte viele Schwierigkeiten zur Folge, aber mit Hilfe der Muttergottes wurden sie alle überwunden, so daß am 21. November 1718 die Serviten (drei Patres und ein Bruder) mit Zustimmung des Domkapitels von Trient, des Papstes Clemens XI. und des Kaisers von Österreich Karls VI. ihren feierlichen Einzug halten konnten. Anfangs wohnten die Patres im Benefiziatenhaus, im folgenden Jahr wurde der Bau des neuen Klostes nach dem Plan des Architekten-Servitenbrudres Augustin Maria Abfalter begonnen. Der Grundstein wurde am 17. September 1719 feierlich geweiht und unter den Säulengang am Eingang der Kirche gelegt. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Bruderschaft der sieben Schmerzen Mariens gegründet. Nach dreijähriger Arbeit war der großartige Bau schon beendet. Die Kosten der Errichtung wurden von allen anderen Klöstern und von vielen Wohltätern, untrer denen vor allem die Stadt Bozen zu nennen ist, getragen. Fromme Stiftungen sorgten für den Unterhalt der Patres. Im selben Jahr (1722) wurde das Kloster den Kirchengesetzen gemäß eingerichtet und als erster Prior wurde P. Vigilius M. Lorengo eingesetzt, welcher auf den Superior P. Romedio M. Caminelli folgte.
Die Frömmigkeit am Wallfahrtsort war bald so groß, daß die Anzahl der Ordenspriester bis zu 12 anstieg. Die Ordensannalen, welche im Jahre 1725 in Lucca gedruckt wurden, berichten: "In weniger als einem Jahr wurden 24.000 Beichten gehört. Viele Leute bezeugten, daß sie von einer unsichtbaren Kraft zur Gottesmutter hingezogen wurden, so daß sie wieder zu Gott gefunden hatten. So erfüllte sich der Wunsch Karls VI., daß nämlich alle seine Untertanen die Gnadenmutter von Weissenstein verehren sollten". Schon im Jahre 1722 hatte der Prior V. Lorengo vom Hl. Stuhl für vier Beichtväter die Vollmacht erhalten, in Vorbehaltsfällen von besonders schweren Sünden loszusprechen und dazu erhielt er noch weitere 13 besondere Privilegien.

Donnerstag, März 30, 2006

Die Weinende Muttergottes von Endingen - I

Am Auslauf zweier Tälchen des nördlichen Kaiserstuhles liegt das Städtchen Endingen.
Seit alters, bis hinein in die Neuzeit, durchzog es eine wichtige Verbindungsstraße mit dem Elsaß. Alte Gebäude, Reste der Stadtmauer und manch andere geschichtliche Sehenswürdigkeit zeugen auch heute noch vom Glanz dieser Vorderösterreichischen Stadt. Aber der geistige Anziehungspunkt der frohen und geschäftigen Stadt ist in der "Oberen Kirche", die dem heiligen Bischof Martin von Tours geweiht ist. Vom Hochaltar blickt auf den Eintretenden das Bild unserer Gnadenmutter mit dem Kind auf dem Arm. Jahrhunderte haben schon vor diesem Bilde gekniet. Bis hinein in das Kinzigtal, hinauf auf die Höhen des Schwarzwaldes und hinüber in das Elsaß haben fromme Pilger schon vor 500 Jahren Trost und Frieden getragen, den sie bei der Gottesmutter von Endingen erlangt hatten. Über die Entstehung der ersten Kirche und der Wallfahrt haben wir keine Urkunde. Doch wissen wir allgemein, daß Kirchen mit dem heiligen Martin als Patron zu den ältesten unseres Landes gehören. Immerhin haben wir aus dem Jahre 1274 die erste verbürgte Nachricht von der "Sankt Martins-Pfarrkirche zu Ober-Endingen". Im Jahre 1333 haben nach einer Urkunde 14 frnzösische Bischöfe den Pilgern und Besuchern der Kirche einen Ablaß gewährt und die Bestätigung des Diözesanbischofs erbeten. Die Investitur-Protokolle der Bischöfe von Konstanz erwähnen im Jahre 1467 einen Altar zu Ehren der allerseligsten Jungfrau Maria, den eine Handwerksgesellen-Bruderschaft unterhält. Nach alten Überlieferungen war der Zustrom an Pilgern oft so groß, daß die Bewohner der Stadt sie nicht alle beherbergen konnten. Im 16. Jahrhundert werden historische Überlieferungen über die Wallfahrtskirche zahlreicher. So soll im 16. Jahrhundert ein Jesuitenpater durch seine Predigt in der Kirche "Unserer Lieben Frau", die durch reformatorische Neurer verwirrten Bürger dem alten Glauben bewahrt haben.
Ein außerordentliches Ereignis aus dem Jahre 1615 gab dem Muttergottesbild seinen Namen und wurde auch der Anlaß zu neuer Blüte der Wallfahrt. Am Vorabend vor Christi Himmelfahrt, berichtet das alte Protokoll, das nach den Aussagen der vereidigten Zeugen von dem Stadtrat von Endingen verfaßt wurde, hat "Unser Lieben Frauen Bildnis und das Kindlein, das sie auf ihren Armen trägt, auf dem mittleren Altar, genannt Unser Lieben Frauen Altar, unter der Handwerksgesellen-Bruderschaft geweint". Dieses Weinen war eine ganze Stunde zu beobachten. Um dieses Ereignis, das sofort wahrgenommen wurde, sammelte sich rasch eine Menge von Zeugen, die im obengenannten Protokoll vom Stadtrat verhört worden sind.
Das wunderbare Ereignis des Weinens des Gnadenbildes wurde als ein Zeichen verstanden, das zu Buße und Gebet mahnt. Ein in demselben Jahr verfaßtes Lied der Endinger legt Zeugnis davon ab. Das Wunder vom Vorabend vor Christi Himmelfahrt des Jahres 1615 und seine Mahnung wurde in Endingen nicht vergessen. Noch heute findet an dem Tage vor Christi Himmelfahrt eine außerordentliche Feier und Lichterprozession der gläuigen Endinger statt. Die glückliche äußere Frucht des Tränenwunders am Gnadenbilde der Muttergottes war ein außerordentlicher Schutz für die Stadt Endingen und auch für die, die dort Zuflucht suchten während des nach 3 Jahren einsetzenden 30jährigen Krieges. Wir haben darüber 2 Berichte. Einen der im Jahre 1672 in dem Werk des Jesuitenpaters Wilhelm Gumppenberg über Marien-Wallfahrtsorte niedergelegt ist. Sein Werk, genannt "Marianischer Altlas" ließ er vom Jahre 1655 an erscheinen. Sein Bericht weist nur einen Fehler auf. Er hat ihn von seinem Ordensbruder, der Stadtprediger in Freiburg war und gleich nach dem 30jährigen Krieg 1649 nach Endingen kam, wo er von dem Wunder des Gnadenbildes hörte und sich beim Stadtrat und der Geistlichkeit über die Wirkung während des 30jährigen Krieges orientierte. Sein Fehler war, daß er in seinem Bericht an Gumppenberg die Städte Endingen und Kenzingen verwechselte. Aber Kenzingen konnte nicht gemeint sein. Der Bericht stimmt nur für Endingen.
Kenzingen war im 30jährigen Krieg fast gänzlich zestört. Die Übersetzung lautete folgendermaßen:
"(Kenzingen) ist ein wenig bekanntes Städtchen, schön gelegen und hat um sich herum mehrere Städte der gleichen Größe.
Es stehen dort zwei, nicht sonderlich geräumige Kirchen. In einer von diesen ist eine Statue Unserer Lieben Frau, ungefähr 3 Fuß hoch, berühmt wegen einer auffälligen Vorauskündigung, die nachher unsägliche Verwüstungen durch verschiedene feindliche Heere überreich besätigten. Denn wer weiß nicht, wie im ganzen Schwedenkrieg dieses sogenannte Obere Elsaß für feindliches und freundliches Militär zum Schauplatz diente, wo jegliche soldatische Willkür frevelte und sich austobte. Aber daß ich das Wunder von dieser Statue der Heiligen Jungfrau schildere, das ich oben erwähnte. Ehe der Schwedenkrieg ausbrach, zu einerZeit, als in jenem Landstrich noch tiefster Friede war, fing diese Statue an zu weinen und Tränen zu vergießen, als Anzeichen der bevorstehenden Übel. Eine Täuschung ist ausgeschlossen, denn das Weinen dauerte mehrere Stunden... die Statue konnte von allen gesehen, konnte berührt und untersucht werden. Zudem zog man geeignete Zeugen hinzu, und diese bestätigten die Sache unter Eid, wie das Volk sie sah. Es brachen dann die Nöte des Krieges herein. Und, was größer ist als tausend Wunder, sie haben in der ganzen Gegend Städte und Dörfer mit schrecklichen Bränden heimgesucht, so daß selten die Hälfte der Häuser von den Flammen verschont blieb. Aber in dieser Stadt, obgleich sie von keinem einzigen Soldaten je verteidigt wurde, hat kein einziges Haus Feuerschaden erlitten. Andere Kriegsfolgen wurden auch ihr zuteil, doch sie wüteten weniger heftig als sonst. Die Bevölkerung wurde nicht durch Sterblichkeit dahingerafft, wie es im übrigen zu sehen war. In dieser Stadt allein wohnten die Leute unter ganzen Dächern, während in den benachbarten Städten und Dörfern die Häuser in Asche gesunken waren oder nur noch Kohlen an Stelle der Balken zeigten. Auch war die Zahl der Bürger größer, wie ich schon sagte, und nicht wie anderswo durch die Pest verringert. Es empfing diese Statue Ehrungen von den Bürgern. Diese mehrte im Jahre 1649 ein Priester unserer Gesellschaft, der Pfarrprediger der benachbarten Stadt Freiburg, aufs wirksamste. Als er gerade dort durchreiste und den Rat beisammen fand, gewann er ihn für eine Rosenkranzvereinigung. Bei den Dominikanern in Freiburg brachte er die Angelegenheit so in Gang, daß die Bruderschaft im folgenden Jahre eröffnet wurde.
Die nächsten Städte und Ortschaften strömten hierher, als zu einem Mittelpunkt aller Frömmigkeit, und sie empfingen Guttaten von Maria, so daß jetzt das Bild verdientermaßen noch mehr unter die Wundertätigen gezählt werden kann als früher. Ich selbst bin an Ort und Stelle gewesen, habe die Statue gesehen und, was ich schrieb, von Mitgliedern des Rates erfragt. Auch die Geistlichen vesicherten, Urkunden davon zu haben." Dieser Bericht kingt glaubwürdig, da er von einem Manne stammt, der sich im Groß-Elsaß, wie das ganze Oberrheingebiet genannt wurde, umgesehen hatte. Gumppenberg ist es wohl kaum gewesen, er hat den Bericht eines Ordensgenossen erhalten und wörtlich verwertet. Es erbürigt sich, den Inhalt der Protokolle zu kennen, die vor dem Stadtrat Endingen mit den vereidigten Zeugenaussagen niedergelegt worden sind. Die Zusammenfassung der Aussagen der verschiedenen Zeugen führt folgenden einheitlichen Tatbestand uns vor Augen:

Am Abend vor Christi Himmelfahrt 1615 zwischen 5 und 6 Uhr begab sich Anna Lonerin, die Stubenmutter der Handwerksgesellen, mit dem Bürgermeister Matthäus Stegmeier in die Obere Kirche, um durch ihn die Weite des Kranzes für die Engel, das Frauenbild und das Jesuskind messen zu lassen, da sie den alten zur Prozession durch einen schöneren (Kranz) ersetzen wollte. Als sie vor dem Altar Unserer Lieben Frau standen, sahen sie, wie ihr Bildnis im Antlitz ganz feucht war. Weil sie meinten, es könnten Tropfen von Weihwasser sein, stieg sie auf den Altar, um den Kranz des Christkindes zu messen, und gewahrte nun in nächster Nähe, daß die Wassertropfen je länger desto dichter und häufiger flossen. Auch von der linken Wange des Jesuskindes strömten Tränen herab zum Kinn und vereinigten sich mit denen der göttlichen Mutter. Sofort rief man den Mesner herbei, der gerade das Bild der Heiligen Katharina auf das Fest zubereitete. Die Tränen, welche der Sigrist auf dem Bilde glänzen sah, wischte er mit seinem Finger ab und trocknete sie weiter am Altartuch. Allein sofort kamen weitere neue Tropfen am Angesicht der Mutter und des Kindes zum Vorschein, es wurde ganz davon übergossen. Jetzt rief man den Pfarrherrn und den unteren Kirchenpfleger Balthasar Wälde, der mit seiner Frau und noch vielen Leuten kam.



Der Pfarrer wischte mit einem weißen Tüchlein das Bildnis ab, allein gleich drangen wieder Schweißtropfen hervor, wie bei einem Menschen, der im Todeskampfe liegt. Gleich holte man den Dekan herbei, der sich auch von dem Ereignis überzeugte. Es wurde jemand aufs Dach geschickt, um zu sehen, ob nicht von oben Flüssigkeit herabträufle, doch es war oben vollständig trocken. Der Pfarrer und Martin Dirr, ein Ratsherr, machten nun mit Weihwasser die Probe. Sie besprengten die Statue des heiligen Sebastian damit, das sei aber gleich herabgeflossen und blieb nicht haften, wie die Tropfen im Angesicht des Frauenbildes und des Jesuskindes. Zeuge Meister Hans Isenhart fügt der Erzählung noch den Umstand bei, es habe gegen Abend die Sonne gar schön auf den Altar geschienen, als er die Wassertropfen im Antlitz Unserer Lieben Frau und des Kindleins erglänzen sah. Nach einer Stunde verzogen sich dieselben wieder. Als Zeuen werden im Protokoll noch angegeben die beiden Pfarrherren von Endingen, Matthäus Vetcher, Dekan des Kapitels Endingen und Georg Saub, Altrichter Kaspar Stirner, Altbürgermeister Sebastian Bauer, Stadtschreiber Georg Herrmann, Hans Ulmann Schlosser, auch viele andere ehrliche Leute mehr, die mit großer Verwunderung und Schrecken das Wunder sahen. Bald darauf erschien darüber eine Schrift im Drucke, welche die Bewohner Endingens mit Rücksicht auf diese Tränen zur Buße und Lebensbesserung aufforderte. Und zugleich wurde ein Lied entworfen, das am Vorabend des Christi Himmelfahrt-Festes auch heute noch bei der abendlichen Feier gesungen wird:

(Fortsetzung und Schluß im Teil 2)

Dienstag, Februar 21, 2006

Der heilige Antonius von Padua verjagte alle Mohren aus Oran

Das Spruchband auf diesem Bild lautet: "S. Antonius Pad. hat in diesem Aufzug mit welchen ihne der Spanische Admiral in der Franciscaner Kirchen zu Alicante bekleidet alle Mohren aus Oran verjaget. Anno. 1732."

Ein großes Wunder war die Begebenheit, welche sich im Jahre 1732 durch die Fürbitte des hl. Antonius ereignete.
Der damals regierende König von Spanien befahl einem seiner Admirale, mit einer Kriegsflotte über das Meer zu segeln und die Festung Oran, welche die Mauren seit so vielen Jahren ungerechter Weise besetzt gehalten hatten, wieder zu erobern. Der Admiral Don Mondemar (1)

(1) Der Hochwürdige P. Dalmatius Kik, Provinzial der Bayerischen Franziskaner-Provinz, hat diesen Admiral selbst noch gesehen in der Stadt Alikante, als er im Jahre 1756 zum General-Kapitel nach Murcia in Spanien reiste.

entschuldigte sich bei dem Könige, es wäre durchaus unmöglich, die für unüberwindlich gehaltene Festung einzunehmen. Dessenungeachtet bestand der König darauf und verlangte mit allem Ernste, daß seinem Befehle Folge geleistet werde.
Der Admiral zuckte die Achseln, verneigte sich und ging zu seiner Flotte, die schon zum Auslaufen fertig war, und ließ die Segel streichen. Er landete mit seinem Geschwader in Alikante, einer Stadt in Spanien. Da er hier abermals seinen ganzen Plan zur Ausführung reiflich erwog, so sah er wiederholt die gänzliche Unmöglichkeit voraus, eine solche gewaltig befestigte Stadt den Feinden zu entreißen. - Er ging deshalb in die Stadt Alikante und besuchte die dortige Franziskanerkirche, um daselbst sein wichtiges und schweres Vorhaben dem unendlichen Gott und dem hl. Antonius von Padua, als dem Patron dieses Gotteshauses, anzuempfehlen. - Nach vollbrachtem Gebete besuchte er das Kloster, um mit den ehrwürdigen Vätern sich zu besprechen, und ersuchte den damaligen P. Guardian, in seinem Anliegen zur Ehre des hl. Antonius ein Amt zu halten. -
Nachdem das hl. Amt zu Ende war, machte P. Guardian und mehrere Andere ihre Aufwartung. - In Gegenwart vieler Leute ersuchte nun der Admiral den P. Guardian, eine Leiter zu bringen, worüber der Obere lächelte. Da aber der Admiral mit allem Ernst und Eifer darauf bestand, wurde selbe herbeigeschafft und an den Hochaltar angelehnt, auf welchem sich die schön geschnitzte Statue des hl. Antonius in Mannesgröße befand. Zur Verwunderung Aller und in Erwartung, was da geschehen solle, stieg der Admiral selbst auf die Leiter bis zum Bilde des hl. Antonius, setzte dem Heiligen seinen mit Federn geschmückten Hut auf das Haupt, hing ihm das Ehrenzeichen eines kommandierenden Admirals über die Schultern, das Schwert an seine Seite und gab ihm zuletzt den Regimentsstab in die Hand.
Darauf sprach er mit lauter Stimme in Gegenwart des ganzen Volkes: "Du bist es, du, o hl. Antonius! der Oran einnehmen kann, ich bin es nicht imstande." Und seine Hand auf das Haupt des hl. Antonius legend, fuhr er weiter: "O hl. Antonius! von nun an bist du der Admiral und ich dein Diener und Soldat, als solcher stehe ich jetzt unter deinem Kommando und erwarte deine Befehle; nach Gott ist mein ganzes Vertrauen auf dich gerichtet, o großer Wundersmann!" - Als er dieses gsprochen, stieg er von der Leiter herab und begab sich ganz getrost zu seiner Flotte und schiffte sich ein. Je näher der günstige Wind seine Schiffe gegen die feindliche Stadt forttrieb, desto eher erwarteten sie zwischen Furcht und Hoffnung geteilt den Gruß der feindlichen Geschosse. Als sich aber nichts vernehmen ließ, gab er seinen Soldaten den Befehl, ihre Kanonen zu lösen. Wieder alles still. Jetzt ließ er die Soldaten ausschiffen und an das Land steigen. - Zu ihrem nicht geringen Erstaunen bemerkten sie nirgends einen Feind, ja was noch mehr Verwunderung erregte, die Stadttore standen in aller Weite offen. -
Allein unwissend, ob nicht eine Kriegslist dieUrsache dieses Verfahrens von Seite der Feinde wäre, befahl der Admiral mit der größten Vorsicht in die Stadt einzuziehen. Aber auch hier war ringsumher alles still und leer, und man konnte keines einzigen Feindes ansichtig werden. Endlich nach geraumer Zeit krochen einige zurückgebliebene Mauren aus ihren Löchern, wo sie sich verborgen hatten. Als diese dem Admiral vorgestellt und um die Ursache befragt wurden, sagten sie einstimmig aus: "Sobald sich das christliche Geschwader sehen ließ, so sah man auch im nämlichen Augenblicke zum Schrecken aller in der Luft eine unzählbare Armee, deren Oberbefehlshaber ein Franziskaner, angetan mit den ereforderlichen Insignien, seiner Gewalt, einen spanischen, mit Federn gezierten Hut auf seinem Haupte, den Degen an seiner Seite und den Regimentsstab in der Hand, welcher der Stadt ihren gänzlichen Untergang drohte. Bei diesem Anblicke habe alles, Groß und Klein, Jung und Alt, in größter Eile die Flucht ergriffen und alles Übrige im Stiche gelassen. So kam also die so berühmte und gewaltige befestigte Stadt Oran durch die mächtige Fürbitte und Hilfe des hl. Antonius ohne Widerstand und ohne Verlust von Seiten der Christen in die Hände des Admirals Don Mondemar zu seiner unaussprechlichen Freude über einen so unerwarteten unerhörten Sieg. Der Admiral berichtete in aller Eile diesen Velauf seinem Könige.
Diese Statue des hl. Antonius, geschmückt mit den obengenannten Feldzeichen ist in Alikante noch zu sehen. Dieses Wunder geschah am Feste des hl. Antonius im Jahre 1732, dessen Tatbestand im Jahre 1770 in Rom bestätigt wurde.

Gebet zu Ehren des hl. Antonius

Mein auserwählter Patron, heiliger Antonius von Padua! ich weiß, daß ich dir durch andächtige Anhörung der heil. Messe das größte Wohlgefallen erweise, und dich zur Gewährung meiner Bitte am kräftigsten bewegen kann. Deswegen bitte ich dich durch dies unergründliche Geheimnis, das jetzt auf diesem Altare gefeiert wird, daß du mein Fürsprecher seiest und dem lieben Gott meine Bitte vortragest. O allerheiligste Dreieinigkeit, ich opfere dir diese heilige Messe auf, samt allen heiligen Messen, welche heute in der ganzen Welt gelesen werden, zu deiner höchsten Anbetung und Verherrlichung, sowie auch zur größern Glorie des heiligen Antonius und aller Heiligen.

Aus: Separatabdruck aus dem im Verlag von Fel. Rauch in Innsbruck erschienenen Büchlein "Scheyring, Der heilige Wundersmann Antonius von Padua und seine Verehrung."

Sonntag, Februar 19, 2006

Gnadenkirche U.L.F. der Rekoletten, Verviers


Statue Unserer Lieben Frau vor dem Wunder und nach dem Wunder

Kurze Beschreibung bezüglich der Veränderungen, welche am 18. September 1692 an der in der Kirche U. Lieben Frau zu Verviers verehrten Statue der Heiligsten Jungfrau Maria stattfanden:

Der Gnadenort Unserer Lieben Frau von Verviers, angerufen unter dem Namen "Schwarze Mutter Gottes", ist seit über zwei Jahrhunderten das Ziel einer berühmten Wallfahrt. Man verehrt daselbst eine 2 Meter 5 cm hohe Statue, gebildet aus zwei aufeinandergestellten Sandsteinklotzen. Vor dem Aufbau der jetzigen Kapelle stand die Statue unter freiem Himmel an der Vorderseite der damaligen Franziskanerkirche, sodaß sie die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden auf sich ziehen mußte.
Eines Tages berührte Gottes allmächtige Hand dieses verehrte Bildnis. Es war am 18. September 1692. Ein gewaltiges Erdbeben verursachte entsetzliche Verwüstungen in verschiedenen Ländern, besonders in Sizilien, wo tausende Menschen ums Leben kamen. Auch die Gegend, wovon Verviers den Mittelpunkt bildet, wurde Schlag auf Schlag von zwei starken Erschütterungen heimgesucht. Allgemeine Bestürzung bemächtigte sich des Volkes, welches auf den Straßen und öffentlichen Plätzen einen Schutz suchte, den die Wohnungen nicht mehr bieten konnten. Der sogenannte Rekolettenplatz vor der Franziskanerkirche war im Nu mit Menschen überfüllt. Aller Augen richteten sich zum Gnadenbilde der Mutter Gottes. Welches war aber nicht das Erstaunen dieser Menge? Die Gruppe des Jesuskindes und seiner Mutter befand sich nicht mehr in der allbekannten Stellung. Eine Umänderung in der Haltung hatte sich ereignet.
1. Die Antlitze der beiden Figuren, welche soeben noch geradeaus zum Platze hinausschauten, waren jetzt das eine zum andern hingedreht; das zu seiner Mutter gewandte Jesuskind scheint ihr jetzt ins Angesicht zu schauen, wo die bescheiden niedergeschlagenen Augen der Jungfrau sanft auf das zu ihren Füßen gedrängte Volk zu ruhen scheinen.
2. Die Füße des Jesuskindkleins stehen unverändert auf der Säule, worauf sie sich stützen, aber der Oberkörper hat sich gänzlich zur Mutter gedreht und dieses in einer dem Anscheine nach sehr sonderbaren Stellung.
3. Die Hand des Kindes, die eine Kugel, Symbol des Erdballs, hielt, stützt sich nun auf die Brust der Mutter; der rechte Arm der sich vorher wie zum Segen erhob, hat sich ebenfalls der linken Hand genähert, und endlich hat der linke Arm der Jungfrau, der das Zepter in einer Entfernung von ungefähr 60 cm hielt, sich zur Mitte hin gebogen und die rechte Hand des Kindes erfaßt. War es nicht das klare und ergreifende Sinnbild der Macht, welche Maria besitzt, den strafenden Arm ihre Sohnes aufzuhalten?

Soweit die geschichtliche Tatsache: Unbestreitbar steht sie fest, bezeugt durch die Aussagen von hunderten Personen, gegen deren Ehrenhaftigkeit und Glaubwürdigkeit kein Zweifel aufkommen kann; - Zeugnisse niedergelegt in öffentlichen und notariellen Akten, beglaubigt von den damaligen Burgermeister und Schöffen - und wovon die Urschriften in den Archiven des Rathauses von Verviers aufbewahrt werden.
Das war der Finger Gottes, so rief das Volk in seinem reinen treuherzigen Glauben, das war ein Wunder.
Die Beweise dieser erstaunlichen Umänderungen wurden dem Urteile des Heil. Apostolischen Stuhles unterbreitet. Diesen Beweisen zufolge verlieh Papst Klemens XII. einen vollkommenen Ablass für den 18. September Jahrestag des großen Geschehnisses. Am 19. Dezember 1846 gewährte der Hl. Vater Pius IX. einen vollkommenen Ablaß an einem beliebigen Tage des Jahres, den jeder selbst wählen kann.

Seit diesen wunderbaren Ereignissen entwickelte sich im Gnadenort zur "Schwarzen Muttergottes" eine ganz außergewöhnliche Andacht und Verehrung zur Allerseligsten Jungfrau, die sich bis auf den heutigen Tag aufrecht erhält. Übrigens beweisen die zahlreichen merkwürdigen Heilungen und sonstigen Gnaden, welche in Erhörung des Gebetes vor dem Gnadenbilde erlangt wurden, daß das Vertrauen des katholischen Volkes nicht betrogen wurde.
Im Jahre 1892, bei Gelegenheit der zweihundertjährigen Jubiläumsfeier der wunderbaren Vorkommnisse, gewährte der Hl. Vater Leo XIII. der Statue der heiligsten Jungfrau Maria, verehrt unter dem Titel Mutter der Barmherzigkeit, die Ehrung der feierlichen Krönung.
Seine Heiligkeit Pius X. gewährte durch Dekret vom 16. Dezember 1904 die Erlaubnis, jeden Tag die Votivmesse zur Mutter Gottes auf dem Altar vor dem Gnadenbilde darzubringen. Es wurde eine Bruderschaft in der Kirche errichtet unter dem Titel "Notre-Dame Auxiliatrice", welche zahlreiche Mitglieder zählt, die es sich zur freudigen Pflicht machen, ihrer ehrenvollen Mutter besondere Beweise ihrer Liebe und ihres Vertrauens zu geben.

Unsere Liebe Frau der Rekolleten, Mutter der Barmherzigkeit, bitte für uns. (100 T. A.)

Imprimi potest. Leodii, die 21 Junii 1954, + Guilielmus Maria van ZUYLEN, Ep. Coadj.

N.-B. - An ALLEN SAMSTAGEN DES JAHRES UND MUTTERGOTTESFESTEN, um 7.15 Uhr, wird ein feierliches Hochamt am Altar des Gnadenbildes nach den Meinungen der lebenden und verstorbenen Pilger dargebracht. An allen anderen Werktagen wird um 6.30 Uhr, die Votivmesse vor dem Gnadenbild gelesen. JEDEN ABEND AN DEN WOCHENTAGEN, um 6 Uhr, Andacht und Rosenkranzgebet vor dem Altare der Heiligsten Jungfau. JEDES JAHR finden, am 18. September feierliche Hochämter um 10, 18.15 Uhr statt.